„Gottes Schöpfung war sehr gut"

Unter diesem Motto haben Frauen aus Surinam den Weltgebetstag vorbereitet. Der ökumenische Gottesdienst hierzu fand diesmal in der kath. Kirche St. Bonifatius statt.

Surinam ist das kleinste Land an der Nordküste Südamerikas. Es halb so groß wie Deutschland und hat 540.000 Einwohner verschiedenster Bevölkerungsgruppen. In diesem kleinen Land sind als Einziges sämtliche Glaubensrichtungen vertreten – und das läuft erstaunlich friedlich nebeneinander ab: So stehen die Synagoge und die Moschee direkt nebeneinander und teilen sich sogar den Hausmeister!

Im Mittelpunkt stand die Schöpfungsgeschichte:
Surinam besteht überwiegend aus Regenwald und hat dadurch eine wundervolle Flora und Fauna. Doch: Diese Schöpfung ist massiv bedroht durch den Raubbau von Holz und Abbau von Gold und Bauxit. Dafür wird viel Wasser bzw. Quecksilber benötigt. Die Schadstoffe gehen ungefiltert wieder in die Flüsse! In den gleichen Flüssen waschen die Frauen Surinams ihre Wäsche und holen Wasser für den täglichen Bedarf… - und auch die Natur muss damit leben!!!

Viele Besucher fanden, dass es der schönste Weltgebetstags-Gottesdienst seit langem war. Auch dem Vorbereitungsteam hat es wieder viel Spaß gemacht.
Im Anschluss gab es im Gemeindehaus viele leckere Speisen aus Surinam zum Probieren.

Ein großer DANK geht an die Gruppe „Saitenwind", die den Gottesdienst wieder musikalisch begleitet hat. Dieses Mal hatten sie eine Premiere: Es war der 1. Auftritt unter der neuen Leitung von Herrn Volker Thomas.

Ihre/eure Birgit John
(Bild: Peter Kirby)

Immer neu
Der Reformationstag ist nun bei uns im Norden ein Feiertag. Nach dem Reformationsjubiläum zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags an die Wittenberger Schlosskirche liefen alle Anstrengungen darauf hinaus. Für mich ist der Reformationstag Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie wir als Christinnen und Christen heute in unserer Gesellschaft Zeichen setzen. Sola gratia – sola fide – sola scriptura – Allein durch Gnade, allein durch den Glauben, allein durch die Schrift – es waren dies die Schlagworte, die Martin Luther und die Reformatoren aus der Übersetzung der Bibel gewonnen haben. Kein Mensch kann sich durch seine eigene Leistung vor Gott rechtfertigen. Es ist immer wieder neu das schöpferische Wort Gottes, das uns befreit. Wo Versöhnung gelebt wird, kann Zusammenleben gelingen. Wo auch Fehler eingesehen werden und Verantwortung dafür übernommen wird, da ist ein Neubeginn möglich. Das gilt nicht nur in den Ebenen der Weltpolitik. Es sprengt den Kreislauf immer neuer Schuldzuweisungen auf – auch im Kleinen. Für mich ist dies eine wichtige Haltung, die wir als Christinnen und Christen in unsere Gesellschaft hinein tragen können. Unser Glaube daran, dass Gott in allem wirken kann, schenkt zudem Gelassenheit. Gerade auch in den momentanen sehr aufgeregten Zeiten. Der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr (1892-1971) hat den Satz geprägt: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Ich wünsche Ihnen und Euch gutes Gelingen und Gottes Segen dabei!
Ihr und Euer Thomas Thiem

Losungen

Tageslosung von Dienstag, 20. November 2018
Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Nächster Gottesdienst

Sonntag, 25.11.2018, 10:00
Ewigkeitssonntag
Sonntag, 02.12.2018, 11:00
1.Advent
Sonntag, 09.12.2018, 10:00
2.Advent
Sonntag, 16.12.2018, 10:00
3.Advent

Impressionen

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nicolai Wittmund